Von Bruderschaften und der Schiffergesellschaft

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Vielen Dank an Anke Peleikis für den folgenden Ausflug in die Historie

 

Die "Christliche Seefahrt" -

Redensart oder Wirklichkeit?

Vortrag anlässlich der Semestereröffnung am 21. März 1984 an der

Staatlichen Seefahrtschule Cuxhaven

 

 

Von Bruderschaften und Schiffergesellschaft

Die Hanse ist für die Seefahrt aber auch aus einem anderen Grunde Vorbild und richtungsweisend gewesen. Das Wort bedeutet ja ,,Bruderschaft", ,,geschlossene Gesellschaft". Kaufmann, Reeder, Besatzung und deren Angehörige an Land waren damals sogenannte Notgemeinschaften. Solange ein Schiff auf der Fahrt war, war es eben mit Gut und Ladung, Leib und Seele der Schiffsmannschaft ,,auf Gefahr", d. h. auf der gemeinsamen Fahrt in Gefahr. Man zog daraus den Schluss, dass einer für den anderen einstehen müsse. So heißt es schon im alten Hamburger Stadt- und Schiffsrecht: ,,Würde jemand krank auf dem Schiffe, der Schiffer ist schuldig, denselben aus dem Schiff bringen zu lassen, in eine Herberge zu legen, und ihm Licht zu leihen, da er des Nachts bey sehen mag, auch ihm durch einen Schutzmann oder einen andern lassen warten, auch mit Speise und Trank zu versehen, wie er's im Schiff hat."

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